Betreuung

Psycho-soziale Betreuung

Oft ist nach einer Krebsdiagnose nichts mehr so, wie es vorher war. Im Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem haben Sie während des stationären Aufenthaltes und auch nach Ihrer Entlassung Gelegenheit zu Gesprächen mit Dr. Christian Leuschner, Psychotherapeut und Frau Dipl. Soz.-Päd. Gerda Ratsak. Dr. Ch. Leuschner, ist täglich, auch am Wochenende, kompetenter Ansprechpartner für unsere Patientinnen. Dr. Leuschner vertritt den Fachbereich Psychoonkologie und ist kompetenter Ansprechpartner für unsere Patientinnen.

Der Fachbereich Psychoonkologie beschäftigt sich mit möglichen Bewältigungsstrategien in der Konfrontation mit einer Tumorerkrankung – schon zu Beginn der Erkrankung hat die seelische Betreuung eine große Bedeutung.

„Nichts ist nach einer Krebsdiagnose noch so, wie es vorher war“, diese Patientinnenäußerung beschreibt die Situation von Angst, Verzweiflung und auch Hoffnungslosigkeit nach der Sicherung eines bösartigen Befundes. Ab diesem Moment – und weiter im Verlauf der anstehenden Therapie, die auch Operation mit anschließender Chemo- oder Strahlentherapie bedeuten kann – findet in psychotherapeutischen Gesprächen die gemeinsame Auseinandersetzung mit dieser existentiellen Bedrohung statt.

Ziel dieser Gespräche, die auf individuelle Belastungen, die eigene Lebensgeschichte und auch Vorerfahrungen mit Krebserkrankungen eingehen, ist das (Wieder-) Erkennen von persönlichen Kraftquellen. Oft wirkt allein schon das Aussprechen von als eigentlich unsäglich empfundenen Gedanken und Phantasien in Gegenwart der Therapeuten entlastend und angstmindernd. Der Blick auf die Zukunft und die Entwicklung einer neuen Lebensperspektive werden wieder möglich.

Die Erkrankung hat auch ihre Auswirkungen auf Familie und Beruf. Die Notwendigkeit psychotherapeutisch-psychoonkologischer Gespräche ergibt sich, wenn die individuelle Bewältigungskapazität der Patientinnen und Patienten den Belastungen nicht mehr gewachsen ist. Nach Schätzungen leiden zwischen 29% und 77% aller Krebspatientinnen und -patienten unter einer behandlungsbedürftigen Reaktion auf die Erkrankung, dies sind vor allem Depressionen und Angstzustände sowie posttraumatische Belastungsstörungen.

_DSC2731Dr. Christian Leuschner
1954 in Hamburg geboren
1981–1987 Studium der Humanmedizin in Hamburg
1987–1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Radiologischen Klinik des Universitätskrankenhauses Hamburg-Eppendorf
1995–1998 Ärztlicher Psychotherapeut am Kreiskrankenhaus Buxtehude
1998–2001 Ärztlicher Psychotherapeut in der Praxisklinik Mörkenstraße
2001 Niederlassung in den Räumen des Krankenhaus Jerusalem

Zertifikat Weiterbildung Psychosoziale Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft

Praxisanschrift
Dr. med. Christian Leuschner
Dipl. Soz.-Päd. Gerda Ratsak
Moorkamp 2–6, 20357 Hamburg
Telefon 040-44 190 390
www.drleuschner.de
info@drleuschner.de

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Fachgesellschaften

Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
Hamburger Krebsgesellschaft (HKG)
Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo)
European Society of Psychooncology (ESPO)
Hamburger Forum Brustmedizin e.V.
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
Deutsche Dermatologische Gesellschaft, Arbeitskreis Psychosomatische Dermatologie
Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (DGVT)

  • Wöchentliche Stationsbesprechungen mit Kooperationsgesprächen der Ärzte und des Pflegepersonals
  • Kontaktaufnahme mit Patientinnen/Erstgespräche vor OP präventiv/postoperativ
  • Krisenintervention bei drohender Dekompensation
  • Interfamiliäre Gespräche mit Angehörigen
  • Rufbereitschaft
  • Krisenintervention bei drohender Dekompensation mit niedergelassenen Ärzten
  • Fortsetzung der psychotherapeutischen Begleitung in eigener Praxis
  • Psychotherapeutische Begleitung während der Chemotherapie und Bestrahlung
  • Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe

Angebote zu ambulant psychotherapeutisch tätigen Psychoonkologen finden Sie hier:
Unterstützung für Krebspatienten und ihre Angehörigen.
Diese Suchmöglichkeit führt zu ambulant psychotherapeutisch arbeitenden Psychoonkologen. Alle haben eine von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. anerkannte Weiterbildung in der Beratung und Behandlung von Krebspatienten.