Autor: Prof. H. Peter Scheidel

Breast Care Nurse

Die Breast Care Nurse (BCN, Brustschwester) übernimmt die Begleitung nach Eröffnung der Diagnose und die durchgängige persönliche Unterstützung während des gesamten Behandlungsablaufs.Hinzu kommt die Beratung über die Möglichkeiten der sozialen, familiären sowie beruflichen Rehabilitation.

Wie stehen Sie zur beidseitigen Entfernung der Brust?

Wir beobachten, dass sich die Anzahl von von vorbeugenden Mastektomien (Entfernung der anderen nicht erkrankten Brust) in den USA deutlich erhöht hat, vor allem bei jüngeren Frauen mit Brustkrebs. Dies bedeutet, dass es trotz des Wissens, dass die beidseitige Operation das Überleben nicht beeinflusst, zunehmend Frauen gibt, die sich dennoch für dieses Vorgehen entschieden haben.

Kinderwunsch und Fertilitätserhaltung

Fragen zum Kinderwunsch und Erhalt der Fruchtbarkeit sollte bei jeder jungen Patientin mit Brustkrebs angesprochen werden. Reproduktionsfragen sind von großer Bedeutung, insbesondere für diejenigen Paare, die ihre Familienplanung vor Brustkrebsdiagnose nicht abgeschlossen haben.

Miteinander reden – von den Erfahrungen anderer profitieren

Durch den Erfahrungs- und Gedankenaustausch in der Gruppe erleben Betroffene, wie andere ihren Alltag bewältigen und was sie selbst tun können, um den Schock von Diagnose und Therapie zu überwinden. Das Mammazentrum Hamburg arbeitet eng zusammen mit der Frauenselbsthilfe nach Krebs, Landesverband Hamburg-Schleswig-Holstein e.V.

Kosmetikseminar für Brustkrebspatientinnen

Der Verlust von Haaren, Augenbrauen und Wimpern, aber auch Hautprobleme sind oftmals unangenehme Begleiterscheinungen bei Chemotherapie oder Strahlenbehandlung. Diese Belastung kann das Selbstwertgefühl erheblich einschränken. Wir wollen Ihnen helfen, das zu ändern.

Bewegungstherapie und Sport

Auch bei Brustkrebs ist die positive Wirkung von Bewegung sowohl bei der Verträglichkeit der medikamentösen Therapien als auch beim Krankheitsverlauf gesichert. Das Mammazentrum Hamburg am Krankenhaus Jerusalem bietet in Kooperation mit Dem Club an der Alster als Weiterführung der postoperativen Physiotherapie eine Sporttherapie an. Unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Mammazentrum.

Mit Kindern über Brustkrebs sprechen

Frauen, die an Brustkrebs erkranken, müssen sich nicht nur mit ihren eigenen Ängsten, die diese Diagnose auslöst, auseinandersetzen, sondern auch mit deren Auswirkungen auf das familiäre Umfeld umgehen. Die Stiftung phönikks – Familien leben – mit Krebs bietet in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mamma­zentrum Hamburg eine kostenlose Sprechstunde in den Räumen des Krankenhauses Jerusalem an.

Das offene Atelier

Die Kunsttherapie ist eine Therapieform, bei der jeder Mensch seine Wünsche und Gefühle, seine Sorgen und Nöte in Bildern und plastischen Formen zum Ausdruck bringen kann. In der Gruppentherapie fördert eine erfahrene Kunsttherapeutin die Kommunikation und die Interaktion.

Sex und Intimität

Die Gründe für die Beeinträchtigung der Lust können vielfältig sein. Fassen Sie den Mut, Ihren Arzt nach möglichen Veränderungen auf Ihre Sexualität schon vor Beginn Ihrer Therapie zu fragen.

Sanitätshaus

Im Sanitätshaus können Sie sich ausführlich und einfühlsam beraten lassen: Brustprothesen, Spezial-BHs, Spezial-Dessous, Spezial-Bademoden für Frauen nach Brust-Operation u.v.a.m.

Traditionell Chinesische Medizin (TCM)

Mehr Lebensqualität durch ganzheitliche Therapie bei Brustkrebserkrankungen. Integrative Onkologie am Mammazentrum Hamburg am Jerusalem. Die Dorit & Alexander Otto Stiftung fördert Behandlung und Beratung von Brustkrebs-Patientinnen mit Traditionell Chinesischer Medizin (TCM).

Pink-Party im NOHO auf der Reeperbahn

Der Eintritt kostete an diesem Abend 11 Euro (inklusive einer kleinen linken Überraschung), davon wurde 1 Euro für die Aktion Hamburg wird Pink gespendet. Es gab auch einen pinken Special-Drink im NOHO , der die Partyteilnehmer/innen auf die Aktion „Bewusstsein für Brustkrebs“ aufmerksam machen sollte. Zusätzlich gab es eine Fotowand für viele tolle Schnappschüsse, die mit den Hashtags ‪#‎hamburgwirdpink‬und ‪#‎noho_club‬ in Social Networks geteilt werden konnte. Als interessierte Gäste kamen auch Prof. Dr. Felix Hilpert und seine Frau aus Kiel zur Party und haben an diesem Abend mitgefeiert. Alles in allem eine schwungvolle Party mit ernsten Hintergrund, passend zu den vielfältigen Aktivitäten des Mammazentrum Hamburg und der Agentur Hesse&Hallermann, die unsere Aktion „Hamburg wird Pink“ ins Leben gerufen hat.

Bleibt das operative Staging der axillären Lymphknoten für die individualisierte Therapieplanung des Mammakarzinoms unverzichtbar?

Die Zukunft gehört neben der konventionellen Histopathologie einer objektiven tumorbiologischen Charakterisierung des Malignitätspotentials einzelner Tumoren. Bis dahin bleibt das operative Staging der axillären Lymphknoten (durch die Wächterlymphknotenbiopsie) für die individualisierte Therapieplanung des Mammakarzinoms unverzichtbar.

Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung

Zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung gehört auch die Förderung einer Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit nach der Brustkrebsbehandlung (onkologische Rehabilitation). Onkologische Rehabilitationsleistungen können Sie auch als Anschlussrehabilitation, also unmittelbar nach der Krankenhausbehandlung, erhalten.

Aktuelle Studien und Studiendokumentation

Ohne klinische Studien kann kein neues Arzneimittel entwickelt werden. Nur gut geplante Studien ermöglichen einen therapeutischen Fortschritt. Alle heute eingesetzten Medikamente haben in Studien die Überlegenheit gegenüber anderen Medikamenten vor ihrer Zulassung beweisen müssen.

Vom Nobelpreis 2001 zum Medikament 2015

Am Mammazentrum Hamburg beginnt die internationale Sandpiper Studie (GO29058) mit dem neuen PI3K-selektiven Inhibitor Taselisib. Taselisib. Schon im März 2013 hatte die FDA diese Medikamente als möglichen Therapiedurchbruch („Breakthrough Therapy“) bezeichnet. Mittlerweile liegen erste Ergebnisse vor, die bestätigen, dass die Zugabe eines selektiven PI3K-Inhibitors (Taselisib) zur präoperativen (neoadjuvanten) hormonalen Therapie  zu einer signifikanten Zunahme des klinischen Ansprechens beim frühen östrogenrezeptor-(ER)-positiven Brustkrebs führt.